Teil 3: Die allgemeine Organisation und Funktion of OS/360
OS/360 ist unterteilt in den Supervisor-State (vergleichbar mit dem Kernel-Mode / Ring 0) und den Problem-State (User-Mode / Ring 1-3).Supervisor-State Programme werden von einem Interrupt getriggert. Dieser von von der Hardware des Systems oder durch einen Software Interrupt (Service-Call / SVC) erzeugt werden. Die Programmiersprachen Assembler, FORTRAN, COBOL, PL/I, ALGOL und Report-Program-Generator (RPG). sind integraler Bestandteil von OS/360. Der Makro-Assembler ist die mit der Hardware am nähesten verbundene Programmiersprache. OS/360 stellt eine Reihe von Makros zur verfügung um auf die Funktionen des Betriebssystems zuzugreifen. Die Hilfsprogramme Sort, Merge, Linkage-Editor und Loader sind ebenfalls integraler Bestandteil des Betriebssystems und dienen dem Laden von verschiedenen Programmteilen in den Arbeitsspeicher und der anschließenden Aufbereitung der Daten für die Ausgabe.
In der Initialen Version von OS/360 (Die Version die IBM an ihre Kunden ausliefert, damit diese sich auf deren Basis ein eigenes OS/360 System übersetzen können) wird diese Version PCP (Primäres Kontroll Programm) genannt. In dieser Single-User Version des Betriebssystems kann nur ein Task auf dem System gestartet werden. Der Kunde hat nun die Möglichkeit sich eine System zu bauen das eine feste Anzahl von Tasks (Multiprogramming with a Fixed number of Tasks / MFT) gestattet, oder eine unbestimmte Anzahl von Tasks (Multiprogramming with a Variable number of Tasks / MVT).
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