Montag, 7. Februar 2022

IBM System/360 Operating System Introduction - Teil 1

IBM System/360 Model 65 

Teil 1: Betriebssysteme
 
Ein IBM Systeem/360 Model 65 besteht aus dem Zentral-Prozessor, dem Kern-Speicher, verschiedensten Eingabe und Ausgabegeräten wie Lochkarten-Lesern und Stanzern, Magnetband-Laufwerken, Festplatten-Laufwerken, Druckern und Terminals. Diese Ein/Ausgabe-Geräte sind über Kanäle (Channel) mit dem Zentral-Prozessor verbunden. Diese Kanal-Kontroller bereiten die Daten für den Zentrol-Prozessor auf, so das dieser sich nur um die Verarbeitung der Daten kümmern muss. Aufgabe des Betriebssystems ist es die Prozessor-Auslastung zu erhöhen indem die Wartezeit auf neue Daten verringert wird. Der Mainframe kostet Geld auch wenn er nichts zu berechnen hat. Durch den Anschluß von vielen Terminals, wird vielen Anwendern, Programmierern und Systemverwaltern die Möglichkeit gegeben den Zentralcomputer parallel zu nutzen. Das Betriebssystem sorgt dafür, das jedem ein Teil der Rechenleistung bzw. Peripheriegeräte zur Verfügung gestellt werden, ohne das sich die Prozesse gegenseitig stören. Hierbei können Hilfsprogramme und Subroutinen des Betriebssystems allen zur Verfügung gestellt werden. Zu diesen Programmen gehören Compiler für die diversen Programmiersprachen (ALGOL, COBOL, PL/I, ASSEMBLER, FORTRAN, BASIC usw.), Debugger, Sortier- und Formatier- Funktionen als auch Editoren.
 
Ein Anwender kann den Zentral-Computer entweder interaktiv über die System-Konsole benutzen, oder verwendet eines der Terminals. Stehen keine Terminals zur verfügung, kann er sein Programm, daß vom Computer ausgeführt werden soll, in Form eines Stapels von Lochkarten beim System-Verwalter abgeben. Die Aufgabe des Systemverwalters ist es dann, die Lochkarten über ein Lese-Gerät einzulesen und das darauf angebene Programm zu starten. Abhängig von der Vorgabe des Programms ist es dann evtl. noch erforderlich, dass bestimmte Datensätze in Form von Magnet-Bändern oder Datensätze auf Festplatte eingelesen werden müssen. D.h. der Operator muss diese Medien aus dem Lager holen und in die entsprechenden Laufwerke einlegen. All dies kostet Zeit, in dem der Computer nicht optimal ausgelastet ist. Um den Ablauf zu optimieren, wurde eine Job-Kontroll-Sprache (JCL) entwickelt. JCL versucht den Programm-Ablauf zu automatisieren, damit der Operator so effizient arbeiten kann wie möglich. Bei großen Zentral-Computern mit vielen hundert Anwendern wird darum der Stapel Lochkarten von einem kleinen Hilfscomputer (IBM 1130) eingelesen und vorverarbeitet. Die Daten der Lochkarten wird auf Magnetband gespeichert. Diese Magnetband wird dann am Zentralcomputer eingelesen und verarbeitet, da der Datentransfer über Magnetband viel schneller erfolgt als über ein Lochkartenlesegerät. Das Ergebnis der Programm-Durchlaufs wird dann ebenfall auf Magnetband abgescheichert und kann dann von einem weiteren Hilfcomputer (IBM 1130) ausgelesen und ausgedruckt werden.

[Eine Maschine verändert die Welt - Teil 3] Timecode: 2:21 - 3:35

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen